1. Definition
Oligurie bezeichnet eine verminderte Urinproduktion von weniger als 400 ml pro Tag beim Erwachsenen.
2. Erklärung
Die Oligurie ist ein Symptom einer Störung der Nierenfunktion. Sie tritt häufig im Rahmen des akuten Nierenversagens, bei Flüssigkeitsmangel (z. B. starke Exsikkose), Herzinsuffizienz oder Schock auf. Auch eine Harnabflussstörung kann zu Oligurie führen. Durch die geringe Diurese werden Wasser und harnpflichtige Substanzen nicht ausreichend ausgeschieden, was Elektrolytstörungen und Urämie begünstigen kann.
3. Pflegerische Bedeutung
Engmaschige Bilanzierung der Urinmenge, Kontrolle der Vitalzeichen und frühzeitige ärztliche Information sind entscheidend.