Melanozyten

  • Melanozyten sind essenziell für die Pigmentierung und den natürlichen UV-Schutz der Haut. Störungen ihrer Funktion können zu Pigmenterkrankungen oder Hautkrebs führen.

    Was sind Melanozyten?
    Melanozyten sind spezialisierte Zellen in der Epidermis (oberste Hautschicht), deren Hauptfunktion die Produktion des Pigments Melanin ist. Sie stammen embryonal aus der neuralen Leiste und wandern während der Entwicklung in die Basalschicht der Epidermis ein.


    Aufbau und Lage

    • Zellkörper: Rund bis birnenförmig mit einem zentralen Zellkern.
    • Dendritische Fortsätze: Verlängerte Arme, über die Melanosomen (Melanin-Vakuolen) an benachbarte Keratinozyten abgegeben werden.
    • Lage: Etwa 1 Melanozyt auf 10–15 Keratinozyten in der Basalschicht der Epidermis .

    Melaninsynthese

    1. Aminosäure Tyrosin wird durch das Enzym Tyrosinase zu DOPA und dann zu DOPA-Chinon oxidiert.
    2. Wegwahl: Je nach Enzym- und Substratverfügbarkeit entsteht
      • Eumelanin (braun-schwarz) oder
      • Pheomelanin (gelb-rot).
    3. Melanosomen reifen heran und wandern in die Dendriten, um das Pigment an Keratinozyten abzugeben.

    Funktionen

    • UV-Schutz: Melanin absorbiert ultraviolette Strahlung und schützt so die DNA in Epidermiszellen vor Schädigung.
    • Haut- und Haarfarbe: Variationen in Menge und Typ des Melanins bestimmen individuelle Pigmentierung.

    Klinische Relevanz

    • Hypopigmentierungen (z. B. Vitiligo): Verlust oder Funktionsstörung von Melanozyten führt zu weißen Hautflecken.
    • Hyperpigmentierungen (z. B. Lentigines): Überproduktion von Melanin.
    • Melanome: Bösartige Tumoren, die aus entarteten Melanozyten entstehen und besonders melaninreiche Bereiche aufweisen können

    Weiterführende Literaturhinweise

    PSG

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