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    Haut

    • Sven Kamann
    • September 5, 2018 at 3:12 PM
    • May 28, 2025 at 1:02 PM
    • 4,384 times viewed
    • 2 Minutes
    • Die Haut ist das größte Organ des Menschen und besteht aus drei Schichten (Epidermis, Dermis, Subkutis). Sie schützt vor mechanischen, chemischen und mikrobiellen Einflüssen, reguliert Temperatur und Wasserhaushalt, dient als Sinnesorgan und beteiligt sich an der Immunabwehr.

      1. Die menschliche Haut – Aufbau und Funktionen

      Die menschliche Haut ist das größte Organ des Körpers und erfüllt zahlreiche essentielle Aufgaben: Schutz vor äußeren Einflüssen, Regulation des Temperatur- und Wasserhaushalts, Sinnesfunktion sowie Stoff- und Energiespeicherung.

      1.1. Aufgaben der Haut

      • Barrierefunktion: Abgrenzung von Innen- und Außenwelt, Verhinderung von Flüssigkeitsverlust und Eindringen schädlicher Stoffe und Mikroorganismen.
      • Sensorische Funktion: Wahrnehmung von Druck-, Temperatur- und Schmerzreizen über spezialisierte Rezeptoren.
      • Stoffwechselfunktion: Speicherung von Fett in der Subkutis und Synthese von Vitamin D in der Epidermis.
      • Thermoregulation: Vasokonstriktion/Vasodilatation der Hautgefäße und Schweißsekretion zur Temperaturkontrolle.
      • UV-Schutz: Melanin in den Melanozyten absorbiert schädliche UV-Strahlung.

      1.2. Hautschichten

      • Epidermis (Oberhaut): Mehrschichtiges Plattenepithel mit Melanozyten, Langerhans-Zellen und Keratinozyten.
      • Dermis (Lederhaut): Papillarschicht (lockeres Bindegewebe) und Retikularschicht (straffes Bindegewebe) mit Blutgefäßen, Nerven und Hautanhangsgebilden.
      • Subkutis (Unterhaut): Lockeres Bindegewebe mit Adipozyten als Energiespeicher und Polster.

      1.3. Hautarten

      • Leistenhaut: Vorkommen an Handflächen und Fußsohlen, ohne Haare und Talgdrüsen; viele Schweißdrüsen und Druckrezeptoren mit charakteristischen Leistenmustern.
      • Felderhaut: Deckt den restlichen Körper ab, enthält Haare, Talg- und Schweißdrüsen sowie eine geringere Rezeptordichte.

      1.4. Hauttypen nach Eigenschaften

      • Fettige Haut: Vermehrte Talg- und Schweißproduktion, grobporige Struktur, neigt zu Unreinheiten.
      • Trockene Haut: Dünnere Epidermis, verminderte Lipidbarriere, spröde und schuppig.
      • Mischhaut: Kombination aus fettiger T-Zone (Stirn, Nase, Kinn) und trockenen Wangen.
      • Empfindliche Haut: Gestörte Barrierefunktion, niedrige Reizschwelle für Brennen und Rötungen.

      1.5. Physiologische Aspekte der Hautfarbe

      • Melanin: Pigment in der Epidermis, gebildet von Melanozyten; Menge und Typ (Eumelanin vs. Pheomelanin) genetisch gesteuert.
      • Karotin: Gelblich-orange Pigmente in Dermis und Subkutis.
      • Hämoglobin: Blutfarbträger in Kapillaren der Dermis, beeinflusst Rötung und Blässe.

      1.6. Abweichungen der Hautfarbe

      • Hyperämie (Rötung): Durch Vasodilatation, physiologisch (Sport, Hitze) oder pathologisch (Entzündungen, Fieber).
      • Hypoämie (Blässe): Durch Vasokonstriktion, physiologisch (Kälte, Schreck) oder pathologisch (Schock, Anämie).
      • Ikterus (Gelbfärbung): Ablagerung von Bilirubin, bei Neugeborenen oft physiologisch, bei Erwachsenen pathologisch.
      • Zyanose (Blaufärbung): Mangelnde Sauerstoffsättigung, zentrale vs. periphere Formen.

      1.7. Pigmentveränderungen

      • Albinismus: Angeborener vollständiger oder partieller Melaninmangel.
      • Vitiligo: Autoimmune Zerstörung von Melanozyten, scharf begrenzte depigmentierte Flecken.
      • Hyperpigmentierung: Morbus Addison (Bronzefärbung), Naevi (Muttermale mit potentiell maligner Transformation).

      1.8. Hautturgor

      Der Hautturgor beschreibt Spannung und Elastizität der Haut, überprüfbar z. B. am Handrücken:

      • Erniedrigt: Bei Dehydratation bleibt die Haut gefaltet und glättet sich nur langsam.
      • Erhöht: Bei Ödemen verbleibt eine Druckdelle und verschwindet verzögert.
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    Table of Contents

    • 1. Die menschliche Haut – Aufbau und Funktionen
      • 1.1. Aufgaben der Haut
      • 1.2. Hautschichten
      • 1.3. Hautarten
      • 1.4. Hauttypen nach Eigenschaften
      • 1.5. Physiologische Aspekte der Hautfarbe
      • 1.6. Abweichungen der Hautfarbe
      • 1.7. Pigmentveränderungen
      • 1.8. Hautturgor

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